Ein Mensch namens Eugen Roth wurde am 24. Januar 1895 in München als
Sohn des Schriftstellers Hermann Roth geboren. Er
schrieb bereits als Jugendlicher Gedichte. Nach Abschluss des
Gymnasiums wurde er 1914 als Kriegsfreiwilliger im 1.Weltkrieg
schwer verwundet. Durch dieses Unglück bleibt ihm Schlimmeres erspart.
Er nimmt eine anti-militaristische Haltung ein und beginnt das Studium
der Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie, das er 1922 als
Dr.phil. abschließt. Bereits 1918 veröffentlichte Eugen Roth seinen
ersten Gedichtband „Die Dinge, die unendlich uns umkreisen“. Es folgen
„Erde, der Versöhnung Stern“ 1920, „der Ruf“ 1922, „Monde und Tage“
1930. Er tritt in die Fußstapfen seines Vaters und arbeitet von
1927-1933 als Lokaljournalist für die Münchener „Neuesten Nachrichten“.
1933 wird er nach Machtübernahme der Nazis fristlos entlassen. Er zog
sich in die Comedia dell'Arte zurück, die er um die Figur „des Menschen
an sich“ bereicherte. Den ersten großen Erfolg hatte er 1935 mit dem
Gedichtband: „Ein Mensch“. Eugen Roth veröffentlichte noch weitere
Gedichtbände: „Die Frau in der Weltgeschichte“ 1936, „das große Los“
1938, „der Wunderdoktor“ 1939, „der Fischkasten“ 1942, „Mensch und
Unmensch“ 1948, „Eugen Roths Tierleben“ in zwei Bänden 1948/49. Eugen
Roth erhielt 1952 den Kunstpreis für Literatur der Stadt München und
1960 den Bayerischen Verdienstorden. Neben vielen anderen
Gedichtbänden, die insgesamt Millionenauflagen erreichen, erscheint
1954: „Heitere Kneipp-Fibel“ und 1964: „Der letzte Mensch“. So lebte er
bis zu seinem Tod 1976 - 81 Jahre neidlos anerkannt in München und war
und blieb was er ist - ein Mensch.